Unser Ansatz

Im Jahr 1894 gründete Gustav Pfleiderer in Heilbronn eine Holzhandlung und einen Flößereibetrieb für Holzerzeugnisse. Damit legte er den Grundstein für unser Unternehmen, dessen Kern bis zum heutigen Tag nachhaltige Holzwerkstoffe bilden.

Dieses Dokument trägt den Titel „Natürlich nachhaltig“, und dies aus gutem Grund: Für die Herstellung von Pfleiderer Platten werden keine Bäume gezielt gefällt. Der Holzmix bei Pfleiderer besteht nur zu rund 15 % aus Holz der Forstwirtschaft, meist in Form von Durchforstungs- und Bruchholz. Der übrige Teil entfällt auf Produktionsreste aus der Sägeindustrie wie Sägespäne und -staub sowie Verschnitt (sog. Pre-Consumer-Recycling, ca. 45 %) und Recycling-Material, das vom Endverbraucher zurückkommt und durch aufwendige Aufbereitung wieder dem Produktkreislauf zugeführt wird (sog. Post-Consumer-Recycling, ca. 40 %).

Unser Platz in der Kreislaufwirtschaft

Im Grundsatz haben wir schon vor Jahren erkannt, dass Kaskadennutzung und Kreislaufwirtschaft die einzigen Wirtschaftsmodelle sind, mit denen sich eine nachhaltige Fertigung hochwertiger Holzprodukte gewährleisten lässt. Darüber hinaus hat sich die Holzwerkstoffindustrie verpflichtet, einen bedeutenden Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels in Form der CO2-Minderung durch Speicherung und Ersatz zu leisten.
Deshalb setzen wir an unseren Standorten für die Rohspanplattenfertigung auf intelligente Holz-Kreisläufe. So werden Sägereste vom Sägewerk und recycelte Hölzer angenommen und für die Weiterverarbeitung vorbereitet. Im Produktionsprozess entstehen über Sortierung, Beleimung, Verdichtung und Verpressung neue Holzwerkstoffplatten in hoher Qualität. Sie eignen sich bestens für vielfältige Anwendungen im Innenausbau und in der Möbelproduktion. Unser Angebot ist im modernen Baugewerbe, wo Produktsicherheit und Nachhaltigkeit höchsten Stellenwert haben, von großer Bedeutung.

„Das Kerngeschäft von Pfleiderer ist natürlich nachhaltig, aber uns ist bewusst, dass wir mehr tun müssen, um die vor uns liegenden Herausforderungen zu bewältigen und die wachsenden
Erwartungen unserer Stakeholder zu erfüllen.“

Dr. Boris Gorella

CEO/Vorsitzender der Geschäftsführung

 

Unsere Vorgehensweise

Wir haben uns in diesem Jahr lange und intensiv damit auseinandergesetzt, wie wir auf den nachhaltigen Grundlagen unseres Unternehmens aufbauen können. Letztlich wollen wir sicherstellen, dass wir uns beim Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft aktiver einbringen und unseren Teil zur Lösung globaler Herausforderungen beitragen. Unsere Stakeholder erwarten Antworten von uns, und wir sind entschlossen, ihre wachsenden Erwartungen zu erfüllen. Deshalb hat die Geschäftsführung gemeinsam relevante Prioritäten und Ziele in den Dimensionen Umwelt, Soziales und Governance (ESG) erarbeitet. Wir stellen uns bei allen Nachhaltigkeitsaspekten immer wieder auf den Prüfstand und sehen uns in der Pflicht, uns in allen Bereichen zu verbessern und an Best Practices zu orientieren.

Unsere Prioritäten

Als Ergebnis unserer Beratungen und Diskussionen entstand unsere Strategie „Natürlich nachhaltig“, die drei Schwerpunktbereiche umfasst: Werkstoffe, Klima und Menschen. Für jeden Schwerpunktbereich wurden anspruchsvolle, ehrgeizige Ziele festgelegt. Aus Gründen der Einheitlichkeit sind die beiden Kennzahlen aus dem zuvor veröffentlichten nachhaltigkeitsbezogenen Finanzierungsrahmen darin einbezogen. Im Bereich „Werkstoffe“ verpflichten wir uns, den Anteil des verwendeten Recyclingholzes zu erhöhen, unser Druchforstungs- und Restholz usschließlich von FSC® oder PEFC zertifizierten Lieferanten zu beziehen und mindestens 10 % unserer Spanplatten (nach Volumen) unter Verwendung von Bioharzen zu fertigen. Beim „Klima“ haben wir ambitionierte kurz- und mittelfristige Reduktionsziele für Treibhausgase festgelegt. Mit der Erreichung dieser Ziele wird Pfleiderer die Umstellung zur Klimaneutralität gelingen. Wir messen, prüfen, steuern und reduzieren die Emissionen, unsere Betriebe, halten die Kohlenstoffsenken wirksam aufrecht, wir arbeiten mit Lieferanten und anderen Beteiligten zusammen, um unsere Scope- 3-Emissionen zu verringern und wenden anerkannte Ausgleichsmechanismen erst nach Einsatz aller anderen Reduktionsmöglichkeiten an. Im Schwerpunktbereich „Menschen“ werden wir bis 2025 eine Unfallrate mit Ausfallzeit von 0,5 erreichen, Chancengleichheit für alle gewährleisten sowie Fachkräfte entwickeln, fördern und binden, damit wir auf hervorragende Nachwuchskräfte zurückgreifen können.

 

Veränderung umsetzen

Wir sind in einer großen Branche tätig. Die Holzwerkstoffindustrie in der EU erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 22 Mrd. Euro, schafft über 100.000 direkte Arbeitsplätze und umfasst über 5.000 europäische Unternehmen. Die Auswirkungen deutlicher Klimaveränderungen sowie der politische Diskurs zum Klimawandel auf höchster Ebene, der sich seit 2021 noch einmal intensiviert hat, führen dazu, dass das Thema Nachhaltigkeit heute im Mittelpunkt
jedes Geschäftsmodells steht. Auch deswegen sind wir weiterhin fest entschlossen, unser Unternehmen noch nachhaltiger aufzustellen. Zukünftig werden wir jährlich über unsere Fortschritte berichten und sicherstellen, dass unsere Stakeholder auf unserer Website pfleiderer. com jederzeit alle benötigten Informationen dazu finden. Es liegt viel Arbeit vor uns, aber wir fühlen uns auch von der Vorstellung motiviert, dass wir in jedem Bereich unseres Unternehmens besser werden können.

Wir sind stolz darauf, ein natürlich nachhaltiges Unternehmen zu sein

Unsere ESG Ziele

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