Ziel
Treibhausgasemissionen der Kategorien 1 und 2 bis 2030 um 35 Prozent zu senken, wobei das Jahr 2022 als Basisjahr dient.

Pfleiderer bekennt sich zum Ziel des Pariser Klimaabkommens, die globale Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. An diesem Ziel richten wir unsere Maßnahmen zur Reduktion der klimarelevanten Emissionen in allen drei Scopes aus 1. Bis 2045 wollen wir unseren Netto- CO2-Fußabdruck schrittweise bis auf Null reduzieren.
Durch Investitionen und weitere Maßnahmen an unseren Standorten von 2020 bis 2023 konnten wir die Emissionen in Scope 1 und insbesondere in Scope 2 bereits stark reduzieren und Werte auf dem Zielniveau von 2025 erreichen. So haben wir im Jahr 2024 129.914 Tonnen Treibhausgasemissionen in Scope 1 und 2 erzeugt, verglichen mit 150.846 Tonnen im Jahr 2022 und 220.164 Tonnen im Jahr 2020. Wir haben damit die Treibhausgasemissionen in Scope 1 und 2 von 2020 bis 2024 um 41% reduziert.
Nach der bisherigen Berechnungsmethodik haben wir unsere Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen zwischen 2020 und 2024 um 41 Prozent reduziert.1
Im Rahmen unserer Verpflichtung gegenüber der Science Based Targets initiative (SBTi) haben wir unseren Ansatz zur Zielsetzung an die Anforderungen der SBTi angepasst. Dazu gehört auch die Festlegung eines neuen Basisjahres. Infolgedessen wurde unser Emissionsminderungspfad neu berechnet.2
Unser Ziel ist es nun, die absoluten Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber dem Basisjahr 2022 um 35 Prozent zu reduzieren. Im Jahr 2025 haben wir im Vergleich zu diesem Basisjahr bereits eine Reduktion von 25 Prozent erreicht.
1) Eine Definition der verschiedenen Emissionskategorien (Scopes) finden Sie unter https://ghgprotocol.org/calculationg-tools-faq
2) Das Ziel wurde in Absprache mit der SBTi festgelegt und beruht auf den Dekarbonisierungsstrategien für den Bereich Möbel- und Innenausbau sowie dem Absolute Contraction Approach (absoluten Kontraktionsansatz) der SBTi. Siehe sciencebasedtargets.org
CO2- Fußabdruck: Unsere Leistung und Zielvorgabe
| 2022 | 2024 | 2025 | Ziel 2030 | |
| CO2-Fußabdruck des Unternehmens (Scope 1 und Scope 2) (t CO2) | 168.787 | 147.428 | 127.000 | 110.393 |
| Reduzierung gegenüber dem Basisjahr 2022 (%) | Basisjahr | 12,7 | 24,8 | 35,0 |
Scope-1- und Scope-2-Emissionsintensität
Die Scope-1- und Scope-2-Emissionsintensität des Unternehmens, gemessen in Tonnen CO₂-Äquivalent je 1 Mio. USD Umsatz, lag im Jahr 2023 bei 153 tCO₂e je 1 Mio. USD Umsatz, stieg im Jahr 2024 auf 184 tCO₂e je 1 Mio. USD Umsatz an und verbesserte sich im Jahr 2025 auf 160 tCO₂e je 1 Mio. USD Umsatz.
Der vorübergehende Anstieg im Jahr 2024 ist in erster Linie auf einen Rückgang des Umsatzes und nicht auf eine Verschlechterung der operativen Emissionsleistung zurückzuführen. Der anschließende Rückgang im Jahr 2025 spiegelt sowohl eine verbesserte Geschäftsentwicklung als auch die konsequente Umsetzung unseres Emissionsmanagements wider.
Im Vergleich zu anderen europäischen Herstellern von Holzwerkstoffen liegt die Scope-1- und Scope-2-Emissionsintensität von Pfleiderer weiterhin im üblichen Bereich vergleichbarer Unternehmen.
Die Vergleichbarkeit der ausgewiesenen Emissionsintensität zwischen den einzelnen Jahren wird zudem teilweise durch Währungseffekte beeinflusst. Für die Berechnung der Emissionsintensität wird der Umsatz in US-Dollar zugrunde gelegt, während die zugrunde liegenden Geschäftsergebnisse in Euro erzielt werden. Wechselkursschwankungen können daher zu Veränderungen der Kennzahl führen, die nicht auf Produktionsmengen oder tatsächliche Emissionen zurückzuführen sind.
Praxisbeispiel 1

Drei Standorte, drei hocheffiziente KWK-Anlagen
Die in unseren KWK-Anlagen erzeugte Energie stammt zu 100 Prozent aus Biomasse. An drei Hauptstandorten betreiben wir integrierte KWK-Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung), in denen gleichzeitig mechanische Energie für Strom und nutzbare Wärme für die Produktionsprozesse gewonnen wird. Kraft-Wärme-Kopplung ermöglicht eine Brennstoffeinsparung von bis zu einem Drittel der Primärenergie verglichen mit der getrennten Erzeugung von Strom und Wärme. Vorteil der KWK sind der verringerte Brennstoffbedarf und die geringeren Schadstoffemissionen.
100%
der in unseren KWK-Anlagen erzeugten Energie stammt aus Biomasse
Praxisbeispiel 2

Erfolg planen
Alle Pfleiderer Standorte sind nach der Energiemanagement-Norm ISO 50001 zertifiziert. Die Energieplanung erfolgt in Absprache mit Vertrieb, Produktion sowie Einkauf und wird häufig aktualisiert.
In unsere Planung fließen sowohl zukunftsgerichtete betriebswirtschaftliche Auswertungen als auch der tatsächliche Verbrauch ein. Auf Grundlage der von allen Standorten erhobenen Energiedaten bewerten und analysieren wir regelmäßig Energienutzung und Energieverbrauch und führen Energieregister, um Verbesserungen zu identifizieren.
Praxisbeispiel 3
Energie effizient nutzen
Der effizienten Nutzung von Energie kommt in Zeiten von Versorgungsengpässen eine noch größere Bedeutung zu.
Entsprechend wichtiger wird die Einspeisung von Abwärme aus der industriellen Produktion in die Versorgungsnetze, um klimafreundliches und kostengünstigeres Heizen der angebundenen Haushalte zu ermöglichen.
In der ersten Phase 2022 wurde die Abwärme aus einem mit Erdgas befeuerten Kessel genutzt und die heißen Abgase des Erdgases wurden über einen Wärmetauscher übertragen. Sollte der Bedarf der Stadt weiter steigen könnten noch weitere größere Abwärmequellen aus dem Biomassekessel eingespeist werden. Seit 2024 wird Pfleideres Abwärme in das kommunale Netz der Stadt Leutkirch eingespeist und sorgt dadurch für geringere Energiekosten der Bürger und Bürgerinnen.
Ziel
Reduzierung des durchschnittlichen Kraftstoffverbrauchs der unternehmenseigenen Lkw-Flotte auf maximal 28 Liter je 100 Kilometer bis 2030 (Basiswert: 30 Liter je 100 Kilometer im Jahr 2023).

Um unser Ziel zu erreichen, setzen wir zunächst Maßnahmen zur Reduzierung unseres Energieverbrauchs und damit unseres Einsatzes fossiler Brennstoffe um. Zur Senkung des Energieverbrauchs werden Leerfahrten durch eine vorausschauende und effiziente Routenplanung auf ein Minimum reduziert.
Um die mit unserer unternehmenseigenen Lkw-Flotte verbundenen CO₂-Emissionen weiter zu senken, hat sich Pfleiderer das Ziel gesetzt, den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch der eigenen Lkw bis 2030 auf maximal 28 Liter je 100 Kilometer zu reduzieren. Basiswert sind 30 Liter je 100 Kilometer im Jahr 2023.
Ziel
Ausstattung von mind. 15% der unternehmenseigenen Lkw-Flotte mit emissionsfreien Antriebstechnologien bis 2030

Darüber hinaus verfolgt Pfleiderer das Ziel, den Einsatz emissionsarmer und emissionsfreier Antriebstechnologien in der unternehmenseigenen Lkw-Flotte kontinuierlich auszubauen. Bis 2030 sollen mindestens 15 Prozent der Flotte mit emissionsfreien Technologien, beispielsweise batterieelektrischen Antrieben, betrieben werden. Die verbleibende Flotte soll auf HVO oder andere zertifizierte emissionsarme Kraftstoffe umgestellt werden, um transportbedingte Emissionen deutlich zu reduzieren.
Unterstützt werden diese Ziele durch den Einsatz neuer Fahrzeugtechnologien, die Optimierung der Bereifung sowie kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen.

Ziel
Regelmäßige Schulungen zum kraftstoffsparenden und umweltbewussten Fahren für 100 Prozent der Unternehmensfahrerinnen und Unternehmensfahrer bis 2030.

Neben technischen Maßnahmen trägt auch das Fahrverhalten wesentlich zur Kraftstoffeffizienz bei. Deshalb verfolgt Pfleiderer das Ziel, bis 2030 sicherzustellen, dass 100 Prozent der Unternehmensfahrerinnen und Unternehmensfahrer regelmäßig Schulungen zum kraftstoffsparenden und umweltbewussten Fahren absolvieren.
Ziel
Pfleiderer verpflichtet sich, die absoluten Scope-3-Treibhausgasemissionen aus eingekauften Gütern und Dienstleistungen gegenüber dem Basisjahr 2022 um 37 Prozent zu reduzieren.

Indirekte Treibhausgasemissionen entstehen entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette, unter anderem bei der Beschaffung der Rohstoffe für unsere Holzwerkstoffe. Durch den hohen Einsatz von Recyclingholz bei der Herstellung unseres Kernprodukts, der Spanplatte, fallen die produktbezogenen klimarelevanten Emissionen bereits heute geringer aus, als dies bei einer ausschließlichen Verwendung von Frischholz der Fall wäre.
Darüber hinaus trägt unsere Kaskadennutzung von Holz auch in anderen Bereichen, beispielsweise bei der Energieerzeugung, zur Reduzierung klimarelevanter Emissionen bei.
Der größte Anteil unserer Scope-3-Emissionen entfällt auf den Einkauf chemischer Produkte. Im Rahmen der Entwicklung unserer wissenschaftsbasierten Klimaziele verpflichtet sich Pfleiderer, die absoluten Scope-3-Treibhausgasemissionen aus eingekauften Gütern und Dienstleistungen gegenüber dem Basisjahr 2022 um 37 Prozent zu reduzieren.
Praxisbeispiel 4
OrganicBoard Pure
OrganicBoard Pure besteht zu 100 Prozent aus Recyclingholz und wird mit 100 Prozent OrganicGlue, einem biobasierten Klebstoff, hergestellt. So lässt sich der Einsatz von international beschafftem fossilem Erdgas in der Produktion um mehr als 30 Prozent senken, ohne die hohe Produktqualität zu beeinträchtigen. Mit OrganicBoard Pure setzt Pfleiderer neue Maßstäbe bei der Nutzung regionaler und nachwachsender Rohstoffe.. Mehr zum Produkt
Ziel
Etablierung verbindlicher Nachhaltigkeits- und Effizienzziele für zentrale Logistikpartner und Lieferanten, unterstützt durch ein jährliches Monitoring und eine regelmäßige Überprüfung.

Wir stärken die Nachhaltigkeits- und Effizienzanforderungen entlang unserer Lieferkette, indem wir für zentrale Lieferanten und Logistikpartner messbare Erwartungen definieren und deren Leistung regelmäßig überprüfen.
Ziel
Entwicklung, Erprobung und Skalierung emissionsarmer Logistiklösungen gemeinsam mit zentralen Logistikpartnern und Lieferanten.

In Zusammenarbeit mit zentralen Logistikpartnern und Lieferanten entwickeln, testen und skalieren wir emissionsarme Logistiklösungen, um Transporte effizienter zu gestalten und die Emissionen in unserer Lieferkette zu senken.
Lesen Sie mehr über Nachhaltigkeit über Pfleiderer
Diese Themen könnten auch für Sie von Interesse sein: