Pro Urban AG, Haus Brina Düsseldorf

„Gutes Design ist eine wirkungsvolle Medizin“ heißt es bei der Wissenschaftsjournalisten Emily Anthes. Und tatsächlich gibt es zahlreiche Studien, die den Einfluss der Umgebung auf die Gesundheit bestätigen. Besonders in Medizin und Pflege wird deswegen zunehmend Wert auf die Gestaltung von Innenräumen gelegt. Auch in der Hansaallee in Düsseldorf, wo die Pro Urban AG ihre Vision von Pflege 2.0 umgesetzt hat. Die breit gefächerte Uni-Palette von Pfleiderer sorgt dabei für farbliche Akzente.

Pflege 2.0 in Düsseldorf

Schon die Außenansicht des Gebäudes unterscheidet sich deutlich von klassischen Pflegeeinrichtungen. Mit einem Restaurant im Erdgeschoss, rotem Klinker und großzügigen Balkonflächen wirkt der „Pures Leben“-Bau wie ein gehobenes Wohnhaus. „Unsere Häuser berücksichtigen alle baulichen Voraussetzungen für stationärer Pflege, unsere Kunden mieten oder kaufen bei uns ihre Wohnungen – und können die Pflege individuell nach Bedarf hinzubuchen, sozusagen als ambulante Inhouse- Lösung.“ Das Besondere ist also, dass sich die Art, wie man dort wohnt, verändern kann. Die Wohnungen können einfach als Wohnung genutzt werden, wird später Pflege benötigt, findet diese in den eigenen vier Wänden statt. „Wir setzen darauf, dass unsere Gäste bis in hohe Alter selbstbestimmt leben – und genau so viel Unterstützung in Anspruch nehmen, wie sie es wünschen.“, so Möller.

Dazu gehört für Pro Urban neben ansprechend gestalteten Wohnungen auch ein stimmiges Raumkonzept: Das Haus an der Hansaallee verfügt neben den Wohnungen und der Tagespflegeeinrichtung über großzügige, halböffentliche Flächen, die den Bewohnern für ihre Aktivitäten zur Verfügung stehen. Das umfasst Gemeinschaftsräume auf allen Etagen, eine große Dachterrasse, einen Innenhof und eine Gemeinschaftsküche sowie einen rund um die Uhr besetzten Empfang. Das öffentlich zugängliche Restaurant im Haus fördert mit Mittagstischangeboten den Austausch mit dem urbanen Umfeld.

Wohlbefinden gestalten

Verantwortlich für das Interiordesign des Objektes ist die Architektin Sandra Caliebe, deren Aufgabe es ist, unterschiedliche Interessen zu verbinden: „Im Zuschnitt und der Ausstattung der Wohnungen müssen wir den Spagat zwischen kleiner Fläche und hoher Nutzungsvariabilität schaffen. Unsere Gäste kommen zum Teil aus deutlich größeren Wohnsituationen und benötigen natürlich angemessenen Stauraum.“ Von den Einbauschränken, die mit ihren Schiebetüren wahre Raumwunder sind, bis hin zu Bad und Küchenzeile sind in der Hansaallee durchdachte Einbauten entstanden, die gut aussehen, perfekt funktionieren, die Anforderungen der Bewohner individuell erfüllen. Die öffentlichen Bereiche im Haus sind äußerst farbenfroh gestaltet, damit sich das Objekt auch rein optisch vom tristen Einerlei der meisten Senioreneinrichtungen abhebt. „In den Wohnungen selbst haben wir allerdings insgesamt ein wenig neutraler gehalten“, so Caliebe. „Unter anderem, weil viele unserer Gäste beim Einzug eigene, über die Jahre liebgewonnene Möbel und damit auch die unterschiedlichsten Stilrichtungen mitbringen.“ In den Badezimmern werden dann wieder Akzente gesetzt.

Auf einen Blick

Objekt:Haus Brina, Düsseldorf
Einsatzbereich:

Innenausbau, Möbelkorpus, -front und Horizontalflächen

Ausführung:Imbusch Einrichtungen GmbH, Löningen
Bauherr:Pro Urban AG, Meppen
Fertigstellung:2022

 

Das DST-System von Pfleiderer

Ob ein bestimmter Farbton Gewerkeübergreifend eingesetzt werden soll, Brandschutzauflagen erfüllt werden müssen oder pflegeleichte Oberfläche benötigt wird, mit dem DST-System ermöglicht Pfleiderer die technisch und optisch geprüfte Kombination von Dekoren, Strukturen und Trägern. Standartmäßig sind dabei alle Dekore der Design-Kollektion als HPL und als Decoboard erhältlich. „Für uns ist diese Produktkombination ideal“, sagt Frau Caliebe. „Damit können wir neben der Ästhetik auch die Funktion und Langlebigkeit sowie die hygienischen Anforderungen erfüllen. Denn auch wenn es per se keine Pflege üblichen baulichen Voraussetzungen – von der Barrierefreiheit über rutschfreie Bodenbeläge bis zur Breite von Laufwegen und Türen.“ Diese Funktionalität ist aber nicht das, was einem als Erstes ins Auge fällt, wenn man den Bau in Düsseldorf betritt. Im Gegenteil: In dem großzügigen, ansprechenden Ambiente fühlt man sich sofort wohl. Dass der gestalterische Ansatz von Pro Urban aufgeht, zeigen die Rückmeldungen: „Auch unsere Mitarbeitenden schätzen die Atmosphäre – und es hat offensichtlich sogar den positiven Nebeneffekt, dass sich das auf dem Arbeitsmarkt herumgesprochen hat. Denn wir können offene Stellen an der Hansaallee in der Regel umgehend besetzen, was im Pflegebereich eine kleine Sensation ist.“ So leistet ein Holzwerkstoff sogar noch einen Beitrag zur Milderung des Fachkräftemangels.

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