Produkte und Anwendungen
Mit Rohspan- und Faserplatten, weiterveredelten dekorativen Produkten, Schichtstoffen, HPL-Elementen und Arbeitsplatten bietet Pfleiderer perfekte Werkstoffe für jedes Projekt.
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Anwendungen
Möbel- und Innenausbau Brandschutz
Eigenschaften
lebensmittelecht Design individualisierbar schwer entflammbar

Duropal HPL Individual Pyroex

Mit individuellen Digitaldruck-Motiven gestalteter Hochdruckschichtstoff in flammhemmender Qualität. Die Rückseite ist verleimfähig geschliffen.

Anwendungsgebiete: Flammhemmendes Oberflächenmaterial für den Bereich Messe, Shop und Event, für öffentliche Gebäude und Sonderbauten, Hotels, Schulen, Praxen und Kliniken. Immer dann, wenn neben dem baulichen Brandschutz ein besonderer Anspruch an das individuelle Design, die Pflegefreundlichkeit oder Strapazierfähigkeit gestellt werden.

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Format in mm Gesamtdicken in mm Strukturen
Länge Breite
2.800 2.070 1,2 HG | MP | SM | VV

Produktnorm

  • In Anlehnung an EN 438-3

Dichte

  • ≥ 1.350 kg/m³

Brandverhalten

  • Flammhemmend
  • C-s1,d0 (EN 13501-1)
  • In Abhängigkeit vom verwendeten Trägermaterial und Kleber können HPL Verbundelemente eine abweichende Klassifizierung aufweisen.

Formaldehydemissionsklasse

  • E1 (EN 717-1)

Produktsicherheit

  • Die Oberfläche ist physiologisch unbedenklich und gemäß Verordnung (EU) Nr. 10/2011 für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen.
  • Die dekorative Oberfläche und der Materialkern bestehen aus Papierlagen, die mit duroplastischen Harzen durchtränkt sind. Diese härten während des Herstellprozesses durch Hitze und hohen Druck vollständig aus. Sie bilden ein stabiles, resistentes und nicht reaktivierbares Material.
  • Das Produkt stellen wir ohne Zusatz von Halogenen, Schwermetallen, Konservierungsmitteln, Holzschutzmitteln und organischen Lösemitteln her.
  • Dieses Produkt stellt gemäß REACH-Verordnung EG 1907/2006 ein Erzeugnis dar und unterliegt nach Artikel 7 nicht der Registrierungspflicht.

Besonderheiten

  • Maximales Motiv-Format je Platte, incl. Überfüllung: 2.750 mm x 2.030 mm. Größere Motive können gekachelt werden.
  • Lieferung von Zuschnitten nicht möglich.
  • Lieferung grundsätzlich ohne Schutzfolie.
  • Bei Nachproduktionen können farbliche Abweichungen auftreten.
  • Das Material ist nicht für Postforming geeignet.

Verarbeitung

  • Bitte beachten Sie, dass Schichtstoffe mit Digitaldruck aufgrund ihrer Materialzusammensetzung etwas härter und spröder sind als klassische Schichtstoffmaterialien.
  • Sofern möglich wird jedes Motiv standardmäßig mit einer Überfüllung von ca. 15 mm produziert und Schneidmarken gesetzt.
  • Die Motiv-Schneidmarken sind nicht verbindlich. Vor dem Zuschnitt ist deshalb jedes Motivformat zu prüfen.
  • Ein Sägen oder Formatieren der Platten ist im Stapel nicht möglich.
  • Eine Parallelbelegung der Motive zur Trägerplattenkante ist aus produktionstechnischen Gründen nicht möglich.
  • Vor der Verarbeitung und Montage ist eine ausreichende Konditionierung erforderlich. Die Räumlichkeiten selbst sind dabei entsprechend der späteren Nutzung zu klimatisieren.
  • Zuschneiden:
    - Verwendung eines Wechselzahnsägeblatts mit Fase (WZ/FA), z.B. GlossCut-Sägeblatt der Fa. Leitz
    - Auch verwendbar sind Hohlzahn- oder Trapezzahnsägeblätter mit negativem Zahnwinkel
    - Optimierte Höheneinstellung des Sägeblatts
    - Universelles Vorritzaggregat
    - Flattern des Materials z.B. mittels Druckbalken oder Andruckleiste verhindern
    - Mit geringerem Vorschub arbeiten als bei Standard-Schichtstoffen
  • Beim Sägen und Bohren sollte mit einer planen, festen Unterlage gearbeitet werden.
  • Bitte beachten sie, dass scharfe Schneiden und ruhiger Lauf der Werkzeuge für einwandfreie Ergebnisse unerlässlich sind.
  • Bohrlöcher müssen angesenkt werden. Durchgangsbohrungen sind mit einem Übermaß auszuführen.
  • Ausschnitte und Innenecken sind mit einem Radius von min. 8 mm zu versehen, um Kerbspannungen und damit eine etwaige spätere Rissbildung zu vermeiden.
  • Um Rattermarkierungen zu vermeiden, sind Fräswerkzeuge mit hoher Rundlaufgenauigkeit erforderlich. Die Vorschubgeschwindigkeit ist in Kanten-, Eck- und Schnittpunktbereichen zu reduzieren.
  • Für die Herstellung von Verbundelementen ist ein spezieller 'Individual HPL-Gegenzug' erforderlich. Bei der Verwendung von anderen Gegenzugmaterial besteht Verzugsgefahr.
  • Beachten Sie bitte die Empfehlungen des Fachverbands proHPL zur Verarbeitung von Schichtstoffen (www.pro-hpl.org).
  • Wir empfehlen, entsprechend der jeweiligen Anwendung und Anforderung an das Material, Eigenversuche durchzuführen.

Maschinen und Werkzeuge

  • Mit hartmetall-(HW) oder diamantbestückten (DP) Werkzeugen auf herkömmlichen Holzbearbeitungsmaschinen bearbeitbar.
  • Stichsägen, Stanzen und Schlagscheren sind nicht geeignet.

Einbau und Montage

  • Das Material ist nicht geeignet für Bereiche, die größeren Klimaschwankungen hinsichtlich Temperatur und Luftfeuchtigkeit unterworfen sind.
  • Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass das Dehnungsspiel aller montierten Plattenelemente nicht behindert wird. Bei einer Kombination mit anderen Materialien sind die ggf. unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten zu beachten.
  • Eine ausreichende Bewegungsmöglichkeit des Plattenmaterials ist im eingebauten Zustand sicherzustellen. Plattenstöße sind mit Fugen und Durchgangsbohrungen mit Übermaß auszuführen.
  • Bitte vermeiden Sie direkte Hitzeeinwirkungen und daraus resultierende, latente Austrocknung der Oberflächen durch Licht- oder Wärmestrahlung bzw. Luftströme von Heizungs- oder Klimaanlagen.
  • Achten Sie bitte grundsätzlich auf eine fachgerechte Verarbeitung und Montage gemäß des aktuellen Stands der Technik.
  • Ergänzende Informationen entnehmen Sie bitte den Merkblättern des proHPL-Fachverbands zur Verarbeitung und Montage von Schichtstoffen und Kompaktschichtstoffen (www.proHPL.org bzw. www.ICDLI.com).

Lagerung, Handhabung und Transport

  • Die Lagerung muss stets vollflächig, kantenbündig und horizontal auf einer planen und sauberen Unterlage unter normalen Innenraumbedingungen (Temperatur 18–25 °C, relative Luftfeuchtigkeit 50–65 %) erfolgen.
  • Die Lagerung im direkten Umfeld von Durchfahrtstoren, z.B. im Bereich von Be- und Entladezonen, ist zu vermeiden.
  • Vor Luftfeuchtigkeit und Nässeeinwirkung schützen.
  • Bitte vermeiden Sie direkte Hitzeeinwirkungen und daraus resultierende, latente Austrocknung der Oberflächen durch Licht- oder Wärmestrahlung bzw. Luftströme von Heizungs- oder Klimaanlagen.
  • Direkte Sonneneinstrahlung oder UV-Strahlen sind insbesondere bei folierten Produkten zu vermeiden.
  • Die Lagerung muss stets vollflächig, kantenbündig und horizontal auf einer planen und sauberen Unterlage erfolgen, die mit einer Kunststofffolie abgedeckt ist. Die oberste Platte ist ebenfalls mit Folie und mit einer Abdeckplatte vollflächig abzudecken.
  • Diese Lagerbedingungen sind auch nach jeder Entnahme aus dem Stapel sicherzustellen.
  • Eine vertikale Lagerung wird nicht empfohlen.
  • Bitte beachten Sie, dass jede unsachgemäße Lagerung, unabhängig von ihrer Dauer, irreversiblen Verzug verursachen kann.
  • Fremdkörper und scheuernde Verunreinigungen im Plattenstapel können zu Eindrücken und Beschädigungen der Oberfläche führen.
  • Die Platten dürfen nicht gegeneinander verschoben und übereinander gezogen werden; sie sollten von Hand oder mit Saughebern einzeln angehoben werden.
  • Beim Transport von Plattenstapeln sind ausreichend große und stabile Unterlagen, z.B. Paletten, zu verwenden. Die Platten im Stapel müssen gegen Verrutschen gesichert sein.

Arbeits- und Gesundheitsschutz

  • Bitte tragen Sie die für die jeweilige Tätigkeit erforderliche persönliche Schutzausrüstung (PSA).
  • Bei trennender/schleifender Bearbeitung ist eine ausreichende Absaugung zu gewährleisten.

Reinigung und Pflege

  • Die Säuberung der Oberfläche kann mit Wasser und schonenden Reinigungsmitteln erfolgen. Für die Beseitigung hartnäckiger Verschmutzungen beachten Sie bitte die Empfehlungen im Merkblatt "Reinigung von Dekorativem Schichtstoff" (www.pro-hpl.org).
  • Bei der üblichen Reinigung ist das Wischen der Oberfläche mit Wasser und mildem Reinigungsmittel normalerweise ausreichend. Es können auch Lösemittel, wie z. B. Testbenzin, Aceton oder Zelluloseverdünner, verwendet werden (z. B. zum Entfernen von Graffities), weil sie die Oberfläche nicht angreifen.

Entsorgung

  • Energetische Verwertung in industriellen Feuerungsanlagen bei Temperaturen über 700 °C.
  • Abfälle dürfen aufgrund ihres hohen organischen Anteils einer Deponierung nicht zugeführt werden.

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