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Frischekick

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Foto: © Peter Frese

 

Nach 20 Jahren intensiver Nutzung musste sich das Freizeitbad CaLevornia einer Rundumerneuerung unterziehen. Das ortsansässige Büro Foest Architektur nutzte die Gelegenheit, den Umkleidebereich neu zu strukturieren.

Nachdem die Wohnbedürfnisse im Nachkriegsdeutschland weitestgehend befriedigt waren, folgte ein wahrer Bauboom von Frei- und Hallenbädern. Städte und Kommunen sahen sich ihrer öffentlichen Daseinsfürsorge verpflichtet. Was Anfang des 19. Jahrhunderts volkshygienisch begründete Stadt- und Wannenbäder übernahmen, entwickelte sich in der modernen Bäderlandschaft weiter. Architektonisch ordneten sich die oft nüchternen Betonbauten ihrer Funktion als reinen Sportbetrieb unter.

Auch die Stadt Leverkusen verfügte in der Bismarckstraße über ein Hallenbad, das nach 30jähriger Nutzung nicht mehr zu erhalten war, was zuletzt auch auf mangelnde energetische Kenntnisse im Umgang mit Beton zurückzuführen war. 1998 wurde es durch einen Neubau ersetzt. Das Freizeitbad CaLevornia ist als modernes, freizeitorientiertes Familienbad konzipiert. Eine großvolumige Hallenkonstruktion aus Holzleimbindern überspannt die Schwimmhallen, alle übrigen Bereiche sind in Massivbauweise ausgebildet.

Seit seiner Eröffnung gehört es zu den besucherstärksten Sport- und Freizeitanlagen in der Region, eingebettet in eine großzügige Parkanlage. Die starke Frequentierung führte notwendigerweise zu ersten Renovierungsarbeiten nach knapp 20 Jahren, speziell in den Umkleide- und Duschbereichen. Ziel des beauftragten Büros Foest Architektur war es, die stark in Anspruch genommenen Räumlichkeiten auf der Grundlage aktueller Vorschriften und technischer Anforderungen baulich und konstruktiv so zu modernisieren, dass sie für den Schwimmbadbesucher wieder attraktiv erscheinen. Aus Gründen der Hygiene wurde der knapp 400 Quadratmeter große Umkleidetakt vollständig entkernt. Diese Gelegenheit bot die Chance, die Raumstrukturen zu optimieren und Wegeführungen zielorientierter zu gestalten. Mehr Großzügigkeit für die Kassen- und Wartezone brachte zum Beispiel die Integration des Fön- und Makeup-Tisches in die Umkleide. Mit der Reduzierung der Einzelkabinen zu Gunsten von Sammel- und Familienkabinen erhöht sich das Angebot für Gruppen.

Die Material- und Farbgestaltung orientiert sich an den bekannten und vertrauten Eindrücken der gesamten Einrichtung, nimmt aber auch die Gelegenheit wahr, eine behutsame Neuinterpretation der Oberflächen zu wagen. Die überarbeitete Lichtführung mit einer helleren, raumzonierten direkten und indirekten Deckenbeleuchtung schaff t insgesamt eine angenehme Atmosphäre. Da die Anforderungen an moderne Freizeit- und Spaßbäder immer aufwändiger werden, legten alle Planungsbeteiligten besondere Sorgfalt auf langlebige, dauerhafte und wartungsarme Bauteile, einschließlich der Gebäudetechnik.

 

Text: Pfleiderer Deutschland GmbH

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