Auszubildende der Pfleiderer-Tochter wodego und RAIL.ONE belegen 1. Platz beim bayerischen Landeswettbewerb „Jugend forscht“
Neumarkt, 25. März 2010 – Beim 45. bayerische Landeswettbewerb „Jugend forscht“ konnten zwei Auszubildende der Pfleiderer-Tochter wodego und ein Auszubildender der Firma RAIL.ONE (Mitglied der Verbundausbildung zwischen wodego, RAIL.ONE und EUROPOLES) den ersten Platz belegen. Vier Tage lang hatten die drei Auszubildenden Ihr Projekt „Sicherheitsschraubstock“ ausgewählten Juroren und der interessierten Öffentlichkeit präsentiert. Am heutigen Donnerstag durften Sie bei der Feierstunde im Ehrensaal des Deutschen Museums den ersten Preis im Fachgebiet Arbeitswelt entgegen nehmen. Insgesamt nahmen 90 Teilnehmer mit 57 Projekten in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik am Landeswettbewerb im Deutschen Museum in München teil.
Sicherheitsschraubstock reduziert Verletzungsgefahr
Als Auszubildender zum Industriemechaniker arbeitet Robert Gottschalk (17 Jahre) nahezu täglich mit Tisch- bzw. Ständerbohrmaschinen. Nicht ganz ungefährlich, wie der Azubi der Pfleiderer-Tochter wodego feststellen musste. Als er ein dünnes und scharfkantiges Blech bohren wollte, verhakte sich der Bohrer und riss es aus dem Schraubstock. Robert Gottschalk griff reflexartig zum Notausschalter, streifte jedoch mit seiner Hand das Werkstück und zog sich eine Schnittverletzung zu. „Wie kann man solche Unfälle vermeiden?“ fragte er sich – das Projekt „Sicherheitsschraubstock“ war geboren.
Zusammen mit seinen Azubi-Kollegen Rainer Leithel (17 Jahre, wodego) und Tobias Schneiderbauer (19 Jahre, RAIL.ONE) fand er eine Lösung, wie sich die Bohrmaschine automatisch abschaltet, sobald das Werkstück aus den Spannbacken gerissen wird oder sich der gesamte Schraubstock dreht – denn auf diese Weise entstehen die meisten Verletzungen. Eigens integrierte Druck- und Touch-Sensoren reagieren nun auf gefährliche Situationen und betätigen durch ein Signal bedienerunabhängig die Notabschaltung. Das Verletzungsrisiko wird erheblich vermindert.
„Es ist ein super Gefühl, unter diesen vielen Teilnehmern und tollen Projekten ausgewählt und ausgezeichnet zu werden. Wir drei freuen uns jetzt auf den Bundeswettbewerb in Essen“, sagte Tobias Schneiderbauer im Rahmen der Preisverleihung. „Seit Jahren ist die Pfleiderer-Initiative ‚Azubi forscht’ fester Bestandteil unserer Ausbildung“, erklärt Andreas Götz, Leiter technische Ausbildung. „Wir sind sehr stolz auf unsere Auszubildenden, die durch ihren persönlichen Einsatz auch über die normale Arbeitszeit hinaus ausgereifte Lösungen für Alltagsprobleme entwickeln. Pfleiderer unterstützt diese Projekte sehr gerne, denn die Teilnahme lehrt unsere Azubis, Herausforderungen eigenverantwortlich anzunehmen und nach Lösungen zu suchen.“
Langjährige Unterstützung von „Jugend forscht“
Die Pfleiderer AG fördert den Forschungsdrang der Jugendlichen aktiv. Seit 1996 ist der Holzwerkstoffhersteller Sponsor des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ Oberpfalz, an dem bisher 185 Auszubildende des Pfleiderer-Konzerns mit 72 Projektideen teilgenommen haben. Zeit und Raum, der Kreativität freien Lauf zu lassen, bekommen die Auszubildenden seit 1997 bei der internen Initiative „Azubi forscht“. Im Verbund der drei Neumarkter Firmen Europoles, RAIL.ONE und der Pfleiderer-Tochter wodego absolvieren sie ihre Ausbildung im gewerblichen aber auch kaufmännischen Bereich. Der Erfolg der Initiative „Azubi forscht“ spricht für sich: 2009 sicherte sich Manuel Grad (Auszubildender bei wodego) mit seinem Projekt „Applicant Selection“ den zweiten Platz beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“. Im Jahr 2008 konnten die Auszubildenden Bernhard Strobel (wodego) und Dominik Rupp (RAIL.ONE) sogar den Bundessieg „Jugend forscht“ mit dem „Gewinde-Meister“ nach Neumarkt holen.
IENA 2010: Auszubildende dürfen Ihre Projekte „Rollator mit Hilfsantrieb“ und „Kraftsteckdose“ präsentieren
Viele ältere Menschen sind dank eines Rollators mobil. Die Auszubildenden Sonja Guth (18 Jahre), Matthias Schöll (17 Jahre) und Christoph Sommer (17 Jahre) haben jedoch beobachtet, dass sich die Geh-Hilfe oft nicht leicht bedienen lässt. Vor allem für steilere Wegstrecken haben sie deshalb einen Rollator mit Hilfsantrieb erfunden. Ein Gleichstrommotor mit Winkelgetriebe, der sich leicht an den Rollator anbringen und sich dann per Schalter steuern lässt, sorgt für einen verringerten Kraftaufwand. Der Benutzer kann den Hilfsantrieb der Geh-Hilfe also bei anstrengenden Wegstrecken hinzuschalten, der Rollator lässt sich einfacher führen.
Kraftsteckdosen finden sich in Werkstätten zahlreich. Mit den praktischen Stromlieferanten gibt es jedoch ein regelmäßig wiederkehrendes Problem: Häufig in Gebrauch, hält der Plastik-Deckel den Belastungen oft nicht stand und bricht ab. Nun muss die gesamte Konstruktion ausgetauscht werden, was einen enormen Zeit- und Kostenaufwand mit sich bringt. Philipp Stöcker (20 Jahre) hat eine effiziente Lösung gefunden, mit der sich der Deckel schnell und sicher auswechseln lässt: Ein gefräster Ring aus Aluminium lässt sich einfach an der Steckdose anbringen.
Ansprechpartner:
PFLEIDERER AG, Neumarkt
Fabian Schiffer
Leiter Corporate Communications
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